Software · Selbstständige · Vergleich 2026

E-Rechnungssoftware für Selbstständige: 5 Lösungen im Vergleich

Wer allein selbstständig arbeitet, braucht meist kein komplexes ERP-System. Wichtiger ist eine Lösung, die E-Rechnungen unkompliziert erstellt und empfängt, Belege organisiert, Zahlungen im Blick behält und die Zusammenarbeit mit Steuerberater oder Finanzamt vereinfacht. Wir vergleichen fünf Lösungen, die für Solo-Selbstständige und Freiberufler besonders interessant sein können.

Stand: 12. September 2026 Autor: Heiko Boos Preise aktuell geprüft
Kurzempfehlung

Accountable ist besonders interessant, wenn du als Solo-Selbstständiger Rechnungen, Buchhaltung und gegebenenfalls Steuererklärungen möglichst eng miteinander verbinden möchtest. sevdesk und Lexware Office sind starke Allround-Lösungen mit Ausbauoptionen. Papierkram eignet sich insbesondere für projektorientierte Selbstständige, während easybill seine Stärke vor allem bei professionellen Rechnungsprozessen und Automatisierung ausspielt.

Rechtslage

Müssen Selbstständige E-Rechnungen empfangen können?

Ja. Seit dem 1. Januar 2025 müssen inländische Unternehmer grundsätzlich in der Lage sein, eine E-Rechnung zu empfangen. Dazu gehören ausdrücklich auch Selbstständige und Freiberufler.

Rein technisch kann bereits ein E-Mail-Postfach genügen. Eine E-Rechnungssoftware wird jedoch schnell sinnvoll, wenn strukturierte Rechnungen gelesen, geprüft, verbucht und anschließend ordnungsgemäß aufbewahrt werden sollen.

↓

Empfangen

Seit 2025 muss der Empfang strukturierter E-Rechnungen grundsätzlich möglich sein.

→

Ausstellen

Für die Ausstellung gelten Übergangsregeln bis Ende 2027. Dauerhafte gesetzliche Ausnahmen bleiben daneben bestehen.

§

Kleinunternehmer

Leistungen von Kleinunternehmern nach § 19 UStG sind aktuell von der Pflicht zur Ausstellung einer E-Rechnung ausgenommen.

Wichtig: Selbstständig zu sein bedeutet nicht automatisch, Kleinunternehmer zu sein. Viele Selbstständige sind regulär umsatzsteuerpflichtig und fallen damit grundsätzlich unter die normalen B2B-Regeln zur E-Rechnung.

Die Rechtslage erklären wir ausführlich unter E-Rechnung für Selbstständige .

Anforderungen

Was brauchen Selbstständige wirklich?

Solo-Selbstständige haben andere Anforderungen als Unternehmen mit eigener Buchhaltungsabteilung. Die Software sollte möglichst viele Verwaltungsaufgaben vereinfachen, ohne selbst zum neuen Projekt zu werden.

1
E-Rechnung

XRechnung und ZUGFeRD erstellen und empfangen.

2
Belege

Quittungen und Eingangsrechnungen schnell erfassen.

3
Banking

Zahlungen möglichst automatisch zuordnen.

4
EÜR

Einnahmen und Ausgaben übersichtlich auswerten.

5
Mobil

Rechnungen und Belege auch unterwegs bearbeiten.

6
Steuerberater

Daten ohne PDF- und Excel-Bastelei übergeben.

7
Mahnwesen

Offene Rechnungen und Zahlungserinnerungen im Blick behalten.

8
Automatisierung

Wiederkehrende Vorgänge möglichst automatisch erledigen.

Bedarf zuerst klären

Welche Art von Selbstständigkeit hast du?

Eine Designerin mit zehn Rechnungen im Monat benötigt eine andere Lösung als ein Berater mit wiederkehrenden Rechnungen oder ein Onlinehändler mit hunderten Belegen.

Typ 1

Wenige Rechnungen

Du hast eine überschaubare Anzahl an Kunden und Rechnungen und möchtest hauptsächlich gesetzeskonforme E-Rechnungen erstellen.

Wichtig: günstiger Tarif, einfache Bedienung, ZUGFeRD, XRechnung.
Typ 2

Selbstbucher

Du erledigst einen großen Teil deiner laufenden Buchhaltung selbst und möchtest EÜR, Belege, Banking und Umsatzsteuer integrieren.

Wichtig: Buchhaltung, EÜR, UStVA, Banking, Belegerkennung.
Typ 3

Mit Steuerberater

Du möchtest Rechnungen und Belege selbst organisieren, die eigentliche Buchhaltung beziehungsweise Steuererklärung aber übergeben.

Wichtig: DATEV, Steuerberaterzugang, sauberer Datenexport.
Vergleich 2026

5 E-Rechnungsprogramme für Selbstständige

Die folgende Übersicht ist keine bezahlte Rangliste. Sie ordnet die Anbieter nach ihrem jeweiligen Schwerpunkt ein. Preise und Funktionen wurden anhand der offiziellen Anbieterinformationen geprüft.

Software Einstieg E-Rechnung Weitere Stärken Besonders interessant für
Accountable Free: 0 €
Rechnungen Plus ab 9,90 € bei Jahresabo
XRechnung ZUGFeRD Empfang Buchhaltung, Steuerfunktionen, Banking, mobile App Solo-Selbstständige und Freiberufler
sevdesk Free: 0 €
Rechnung regulär 12,90 €
XRechnung ZUGFeRD Buchhaltung, Banking, DATEV, mobile Belegerfassung Einfacher Allrounder
Lexware Office M: 12,90 €
regulär netto pro Monat
XRechnung ZUGFeRD Belege, Banking, EÜR, Steuerberaterzugang Selbstbucher und wachsende Selbstständige
Papierkram Free: 0 €
S regulär 9,90 €
XRechnung ZUGFeRD Projekte, Zeiterfassung, Belege, Buchhaltung Dienstleister und Projektarbeit
easybill Free: 0 €
Starter 12 € monatlich / 9 € jährlich
XRechnung ZUGFeRD Empfang Rechnungsautomation, Schnittstellen, Steuerberaterzugang Fokus auf Rechnungsstellung
Preisvergleich: Die angegebenen Werte sind Orientierungswerte zum Stand 12. September 2026. Aktionsrabatte wurden nicht als dauerhafte Standardpreise gewertet. Bei Jahresverträgen, Dokumentenkontingenten oder zusätzlichen Archivierungsleistungen können weitere Bedingungen gelten.
Anbieter im Detail

Welche Lösung passt zu welchem Selbstständigen?

Accountable

Stark auf Selbstständige zugeschnitten

Free-Tarif Mobile Steuern

Accountable positioniert sich sehr deutlich für Selbstständige. Rechnungen, Ausgaben, Bankkonto, Buchhaltung und – abhängig vom Tarif – Steuererklärungen können in einem System zusammengeführt werden.

Preisorientierung: Rechnungen Free dauerhaft 0 €. Rechnungen Plus regulär 12,40 € netto pro Monat bei monatlicher Zahlung beziehungsweise 9,90 € pro Monat im Jahresabo. Buchhaltung regulär 24,90 € monatlich beziehungsweise 19,90 € im Jahresabo.

Im kostenlosen Rechnungstarif lassen sich nach Anbieterangaben bereits unbegrenzt ZUGFeRD- und XRechnungen erstellen. Der E-Rechnungsempfang sowie Steuerberaterzugang sind ebenfalls wichtige Bestandteile des Angebots.

Für Selbstständige, die möglichst viel Verwaltung auf Smartphone und Web-App erledigen wollen, ist Accountable deshalb besonders interessant.

Accountable und E-Rechnung im Detail →

sevdesk

Rechnungen und Buchhaltung modular

Free-Tarif DATEV App

sevdesk ist für Selbstständige interessant, die zunächst einfach Rechnungen schreiben möchten, später aber Belege, Banking, EÜR und weitere Buchhaltungsfunktionen ergänzen wollen.

Preisorientierung: Kostenloser Tarif mit bis zu drei E-Rechnungen pro Monat. Rechnung regulär 12,90 € netto pro Monat. Buchhaltung regulär 25,90 € netto pro Monat.

XRechnung und ZUGFeRD können erstellt werden. Für die laufende Verarbeitung eingehender E-Rechnungen ist laut Anbieter mindestens der Buchhaltungstarif erforderlich.

Interessant sind außerdem DATEV-/ADDISON-Schnittstelle, Steuerberaterverknüpfung und mobile Belegerfassung.

sevdesk und E-Rechnung im Detail →

Lexware Office

Allrounder mit Buchhaltungsausbau

Buchhaltung Banking Steuerberater

Lexware Office eignet sich besonders für Selbstständige, die Rechnungsstellung und laufende Buchhaltung in einer etablierten Anwendung zusammenführen möchten.

Preisorientierung: Version S regulär 7,90 € netto pro Monat für Belegerfassung. E-Rechnungen selbst erstellen und versenden kannst du ab Version M für regulär 12,90 € netto pro Monat. Version L mit Buchhaltung und EÜR kostet regulär 21,90 € netto.

Lexware Office unterstützt XRechnung und ZUGFeRD. Ab Version L kommen Funktionen wie EÜR und Umsatzsteuer hinzu. Ein Steuerberaterzugang ist ebenfalls vorgesehen.

Die Lösung ist besonders interessant, wenn du heute nur Rechnungen benötigst, später aber mehr Buchhaltung selbst übernehmen möchtest.

Lexware Office und E-Rechnung im Detail →

Papierkram

Interessant für Projektarbeit

Free Projekte Zeiterfassung

Papierkram verbindet klassische Rechnungs- und Buchhaltungsfunktionen mit Projektverwaltung und Zeiterfassung. Das kann für Berater, Kreative, Agenturen und andere projektorientierte Selbstständige praktisch sein.

Preisorientierung: Free dauerhaft 0 €. Die regulären Preise liegen laut aktueller Anbieterinformation bei 9,90 € für Paket S, 19,90 € für M und 39,90 € für L pro Monat, jeweils netto. Aktionsrabatte können zeitweise gelten.

Papierkram unterstützt strukturierte E-Rechnungen einschließlich XRechnung und ZUGFeRD. Welche weiteren Automatisierungs- und Buchhaltungsfunktionen enthalten sind, hängt vom Tarif ab.

Papierkram und E-Rechnung im Detail →

easybill

Fokus auf professionelle Rechnungen

Free Automatisierung Schnittstellen

easybill ist besonders interessant, wenn der Schwerpunkt weniger auf vollständiger Finanzbuchhaltung und stärker auf effizienter Fakturierung liegt.

Preisorientierung: Free dauerhaft 0 € mit bis zu 50 Dokumenten pro Monat und drei Kontakten. Starter kostet 12 € netto pro Monat bei monatlicher Zahlung beziehungsweise 9 € bei jährlicher Abrechnung.

E-Rechnungen im Format XRechnung und ZUGFeRD können erstellt und empfangen werden. easybill bietet außerdem Steuerberaterzugang und verschiedene Schnittstellen.

Zu beachten sind insbesondere die Dokumentenlimits und gegebenenfalls zusätzliche Archivierungskosten bei höheren Dokumentenmengen.

easybill und E-Rechnung im Detail →

Schnellentscheidung

Welche Software passt am ehesten zu dir?

Orientierung nach deinem Arbeitsstil

„Ich will alles möglichst einfach in einer App.“

Accountable ist speziell auf Solo-Selbstständige ausgerichtet und verbindet Rechnungen, Ausgaben, Banking und Steuerthemen.

„Ich möchte einen klassischen Buchhaltungs-Allrounder.“

sevdesk und Lexware Office sind besonders interessant, wenn Rechnungen und Buchhaltung gemeinsam wachsen sollen.

„Ich arbeite viel nach Projekten und Stunden.“

Papierkram kombiniert Rechnungsstellung mit Projekt- und Zeiterfassungsfunktionen.

„Für mich ist professionelle Fakturierung entscheidend.“

easybill hat einen deutlichen Schwerpunkt auf Rechnungen, Automatisierung und Schnittstellen.

„Ich habe nur sehr wenige Rechnungen.“

Prüfe zunächst die kostenlosen Tarife von Accountable, sevdesk, Papierkram oder easybill.

„Mein Steuerberater erledigt fast alles.“

Dann sind sauberer Steuerberaterzugang und Datenexport wichtiger als eine möglichst umfangreiche eigene Buchhaltung.

Praxis

So sollte dein E-Rechnungsprozess aussehen

Gute Software spart nicht nur beim Erstellen einer Rechnung Zeit. Idealerweise deckt sie den gesamten Ablauf möglichst ohne Medienbruch ab.

1 Auftrag

Kunden- und Leistungsdaten liegen bereits im System.

2 Rechnung

Die Software erzeugt ZUGFeRD oder XRechnung.

3 Versand

Die E-Rechnung wird elektronisch an den Kunden übertragen.

4 Zahlung

Bankumsatz und offene Rechnung werden zusammengeführt.

5 Buchhaltung

Daten gehen in EÜR oder zum Steuerberater weiter.

Der wichtigste Effizienzgewinn: Die beste Software ist häufig nicht die mit den meisten Funktionen, sondern diejenige, bei der du Kundendaten, Rechnungsbeträge und Zahlungsinformationen möglichst selten manuell erneut eingeben musst.
Formate

ZUGFeRD oder XRechnung für Selbstständige?

Z

ZUGFeRD

Für viele Selbstständige im normalen B2B-Geschäft ist ZUGFeRD besonders praktisch. Die Rechnung enthält strukturierte XML-Daten, besitzt aber gleichzeitig eine visuell lesbare PDF/A-3-Darstellung.

ZUGFeRD ausführlich erklärt →

X

XRechnung

XRechnung besteht aus strukturierten XML-Daten und ist insbesondere wichtig, wenn du öffentliche Auftraggeber belieferst oder ein Kunde dieses Format ausdrücklich verlangt.

XRechnung ausführlich erklärt →

Unsere Empfehlung: Wenn du eine neue Software auswählst, sollte sie möglichst beide Formate unterstützen. So bist du nicht von einem bestimmten Kundentyp oder Übertragungsweg abhängig.
Kosten

Wie viel sollte E-Rechnungssoftware für Selbstständige kosten?

Für Solo-Selbstständige gibt es inzwischen sowohl kostenlose Lösungen als auch umfangreiche Buchhaltungs- und Steuerpakete. Der sinnvolle Preis hängt deshalb stark vom gewünschten Automatisierungsgrad ab.

0 €

Sehr kleiner Bedarf

Für wenige Rechnungen können kostenlose Tarife ausreichend sein. Limits bei Dokumenten, Kunden, Belegen und Webzugang genau prüfen.

ca. 9–15 €

Professionelle Rechnungen

In diesem Bereich finden sich mehrere gute Tarife für regelmäßige Rechnungsstellung und E-Rechnungen.

ca. 20–40 €

Buchhaltung & Steuern

EÜR, Banking, UStVA, umfangreiche Belegerfassung oder Steuerfunktionen liegen häufig in höheren Tarifstufen.

Vorsicht bei scheinbar kostenlosen Tarifen: Prüfe nicht nur den Grundpreis, sondern auch Dokumentenlimits, Kontaktlimits, Archivierungskosten, Anzahl der Bankkonten, Steuerberaterzugang und Kosten für Zusatzfunktionen.

Weitere Möglichkeiten findest du unter kostenlose E-Rechnungssoftware .

Steuerberater

Selbst buchen oder an den Steuerberater übergeben?

Diese Frage sollte bereits vor der Softwareauswahl geklärt werden. Denn davon hängt ab, welche Funktionen du tatsächlich benötigst.

Du buchst selbst

  • EÜR
  • Belegerfassung
  • Banking
  • Buchungsvorschläge
  • Umsatzsteuervoranmeldung
  • Auswertungen

Dann solltest du eher einen vollwertigen Buchhaltungstarif betrachten.

Dein Steuerberater bucht

  • Rechnungserstellung
  • Belegarchiv
  • Steuerberaterzugang
  • DATEV-Export
  • Bankumsätze
  • saubere Datenübergabe

Dann reicht häufig ein kleinerer Tarif mit guter Übergabeschnittstelle.

Vor dem Kauf fragen: Wenn du bereits einen Steuerberater hast, kläre mit ihm, welche Software beziehungsweise welche DATEV- oder Exportschnittstelle er bevorzugt. Das kann dir später erheblich mehr Zeit sparen als ein kleiner Preisunterschied zwischen zwei Tarifen.
Auswahlprozess

So findest du die passende Software in 6 Schritten

Monatliches Rechnungsvolumen zählen

Prüfe Ausgangsrechnungen, Eingangsrechnungen und sonstige Belege. Gerade bei Free-Tarifen können Dokumentenlimits entscheidend sein.

Buchhaltungsmodell festlegen

Möchtest du nur Rechnungen schreiben oder auch EÜR, Banking, Belege und Umsatzsteuer selbst verwalten?

Kundentypen prüfen

Hast du ausschließlich Geschäftskunden, auch Privatkunden oder öffentliche Auftraggeber? Davon hängen Format- und Prozessanforderungen ab.

Steuerberater einbeziehen

Stimme ab, wie Daten und Belege später übergeben werden sollen.

Mit echten Fällen testen

Erstelle eine E-Rechnung, lade eine Eingangsrechnung hoch, fotografiere einen Beleg und teste einen Zahlungseingang.

Dauerpreis vergleichen

Entscheidend ist nicht der Rabatt für die ersten Monate, sondern der Tarif, den du dauerhaft benötigst.

Checkliste

16 Fragen vor der Softwareentscheidung

Rechnungen & Alltag

  • Kann ich XRechnungen erstellen?
  • Kann ich ZUGFeRD erstellen?
  • Kann ich beide Formate empfangen?
  • Werden XML-Dateien lesbar dargestellt?
  • Gibt es wiederkehrende Rechnungen?
  • Gibt es Zahlungserinnerungen und Mahnungen?
  • Funktioniert die Lösung auf Smartphone und Tablet?
  • Kann ich Belege fotografieren oder hochladen?

Buchhaltung & Kosten

  • Gibt es einen Steuerberaterzugang?
  • Ist DATEV-Export möglich?
  • Kann ich mein Bankkonto verbinden?
  • Ist EÜR enthalten?
  • Kann ich UStVA übermitteln?
  • Gibt es Dokumenten- oder Kontaktlimits?
  • Fallen zusätzliche Archivierungskosten an?
  • Wie hoch ist der reguläre Preis nach Rabattende?
Fehler vermeiden

Typische Fehler von Selbstständigen bei der Auswahl

1. Nur Rechnungen betrachten Eingangsbelege, Zahlungsabgleich und Steuerberaterübergabe verursachen häufig mehr Arbeit als die Ausgangsrechnung selbst.
2. Free-Tarif überschätzen Ein kostenloser Tarif kann durch Kunden-, Dokumenten- oder Funktionslimits schnell zu klein werden.
3. Aktionspreis für Dauerpreis halten Rabatte gelten oft nur für einen begrenzten Zeitraum.
4. Steuerberater nicht fragen Die falsche Schnittstelle kann jeden Monat unnötige Zusatzarbeit erzeugen.
5. Nur Ausgangsrechnungen testen Seit 2025 ist gerade der Empfang von E-Rechnungen wichtig.
6. B2G-Kunden vergessen Wer Behörden beliefert, sollte XRechnung und gegebenenfalls Leitweg-ID-Unterstützung berücksichtigen.
7. Archivierung ignorieren Der strukturierte Rechnungsbestandteil muss ordnungsgemäß erhalten bleiben.
8. Zu komplex kaufen Funktionen, die du nie nutzt, machen Software nicht automatisch besser. Einfache Prozesse sind für Solo-Selbstständige oft wertvoller.
Fazit

Welche E-Rechnungssoftware ist für Selbstständige am besten?

Die beste Lösung hängt davon ab, wie viel Buchhaltung du selbst erledigen möchtest.

Accountable ist besonders konsequent auf den Alltag von Solo-Selbstständigen und Steuerthemen ausgerichtet. sevdesk und Lexware Office sind vielseitige Allrounder, die vom Rechnungsprogramm bis zur laufenden Buchhaltung mitwachsen können.

Papierkram ist für projektorientierte Dienstleistungen interessant, während easybill seine Stärken besonders bei Rechnungsstellung, Schnittstellen und Automatisierung zeigt.

Nutze deshalb nicht die Frage „Welche Software ist Testsieger?“ als Ausgangspunkt, sondern: Welche Lösung nimmt mir in meinem konkreten Arbeitsalltag die meisten manuellen Schritte ab?

FAQ

Häufige Fragen zur E-Rechnungssoftware für Selbstständige

Welche E-Rechnungssoftware eignet sich für Selbstständige?

Für Selbstständige kommen unter anderem Accountable, sevdesk, Lexware Office, Papierkram und easybill infrage. Welche Lösung am besten passt, hängt insbesondere davon ab, ob nur Rechnungsstellung oder auch Buchhaltung, Banking, EÜR und Steuerfunktionen benötigt werden.

Müssen Selbstständige seit 2025 E-Rechnungen empfangen können?

Ja. Inländische Unternehmer müssen seit dem 1. Januar 2025 grundsätzlich in der Lage sein, E-Rechnungen zu empfangen. Dazu gehören auch Selbstständige und Freiberufler.

Brauche ich zwingend eine spezielle Software zum Empfang?

Nein. Nach den Informationen des Bundesministeriums der Finanzen kann für den rechtlichen Empfang bereits ein E-Mail-Postfach ausreichen. Eine Software erleichtert jedoch Darstellung, Prüfung, Verbuchung und Aufbewahrung strukturierter Rechnungsdaten.

Müssen Kleinunternehmer E-Rechnungen schreiben?

Für Leistungen von Kleinunternehmern nach § 19 UStG besteht aktuell grundsätzlich eine dauerhafte Ausnahme von der Pflicht zur Ausstellung einer E-Rechnung. E-Rechnungen empfangen können müssen Kleinunternehmer trotzdem.

Gibt es kostenlose E-Rechnungssoftware für Selbstständige?

Ja. Unter anderem bieten Accountable, sevdesk, Papierkram und easybill kostenlose Einstiegsmöglichkeiten. Funktionsumfang, Dokumentenlimits und weitere Bedingungen unterscheiden sich jedoch.

Welche Software eignet sich für Selbstständige mit Steuerberater?

Entscheidend sind ein Steuerberaterzugang oder geeignete Exportschnittstellen. Mehrere etablierte Lösungen wie Accountable, sevdesk, Lexware Office und easybill bieten entsprechende Möglichkeiten. Vor der Auswahl sollte der eigene Steuerberater nach seiner bevorzugten Übergabeform gefragt werden.

Brauche ich XRechnung oder ZUGFeRD?

Für viele Selbstständige ist ZUGFeRD im normalen B2B-Verkehr praktisch, da strukturierte XML-Daten und eine PDF-Darstellung kombiniert werden. XRechnung ist insbesondere bei öffentlichen Auftraggebern wichtig. Eine neue Software sollte möglichst beide Formate unterstützen.

Was kostet E-Rechnungssoftware für Selbstständige?

Einfache Tarife gibt es kostenlos oder ab etwa zehn Euro pro Monat. Umfangreichere Lösungen mit Buchhaltung, Banking, EÜR, Umsatzsteuer oder Steuerfunktionen liegen häufig höher. Entscheidend ist der tatsächlich benötigte Funktionsumfang.

Welche Software eignet sich für Freiberufler?

Freiberufler haben häufig ähnliche Anforderungen wie andere Solo-Selbstständige: einfache Rechnungsstellung, E-Rechnung, Belegerfassung, EÜR und Steuerberaterübergabe. Accountable, sevdesk, Lexware Office und Papierkram sind deshalb beispielsweise einen Vergleich wert.

Kann ich meine E-Rechnungssoftware später wechseln?

Ja. Vor der Auswahl sollte jedoch geprüft werden, wie Kunden, Rechnungen, Belege und Buchungsdaten exportiert werden können. Je länger eine Software genutzt wird, desto wichtiger wird eine vollständige Datenexportmöglichkeit.

Sollte ich Buchhaltung und E-Rechnung in derselben Software erledigen?

Das kann für Selbstständige sehr effizient sein, weil Rechnungen, Bankumsätze und Belege nicht zwischen verschiedenen Systemen übertragen werden müssen. Wer seine gesamte Buchhaltung an den Steuerberater übergibt, kann dagegen auch mit einer schlankeren Rechnungslösung gut arbeiten.

Wie teste ich eine E-Rechnungssoftware sinnvoll?

Verwende echte typische Arbeitsfälle. Erstelle eine Rechnung, erzeuge daraus eine E-Rechnung, importiere eine Eingangsrechnung, lade einen Beleg hoch, ordne eine Zahlung zu und teste die Datenübergabe an den Steuerberater. Dadurch erkennst du schnell, ob der Arbeitsablauf wirklich zu deiner Selbstständigkeit passt.

Heiko Boos – Autor bei E-Rechnungsratgeber.de

Über den Autor

Heiko Boos beschäftigt sich auf E-Rechnungsratgeber.de mit der praktischen Umsetzung der elektronischen Rechnungsstellung, gesetzlichen Anforderungen, Rechnungsformaten und geeigneter Software.

Preise und Produktfunktionen werden anhand der offiziellen Anbieterinformationen geprüft. Softwaretarife, Aktionen und Leistungsumfänge können sich jederzeit ändern.
Quellen

Quellen und Preisangaben

Für diesen Ratgeber wurden insbesondere das Bundesministerium der Finanzen, die einschlägigen Rechtsnormen sowie die offiziellen Produkt- und Preisinformationen der Anbieter verwendet.

  1. Bundesministerium der Finanzen: Fragen und Antworten zur obligatorischen E-Rechnung
  2. Gesetze im Internet: § 14 Umsatzsteuergesetz
  3. Gesetze im Internet: § 34a UStDV – Rechnungen von Kleinunternehmern
  4. Accountable: Tarife und Preise
  5. sevdesk: Tarife und Preise
  6. sevdesk: E-Rechnungssoftware und Funktionen
  7. Lexware Office: Preise und Versionsvergleich
  8. Lexware Office: E-Rechnungssoftware
  9. Papierkram: Tarife und Preise
  10. Papierkram Hilfe: E-Rechnungen und XRechnungen erstellen
  11. easybill: Pakete und Preise

Letzte fachliche und preisliche Prüfung: 12. September 2026. Preise, Rabattaktionen, Dokumentenlimits und Leistungsumfänge können von den Anbietern jederzeit geändert werden.