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Leitweg-ID: Aufbau, Verwendung und Beispiele erklärt

Wer eine E-Rechnung an eine Behörde oder andere öffentliche Stelle sendet, begegnet häufig der Leitweg-ID. Sie dient dazu, den öffentlichen Rechnungsempfänger eindeutig zu adressieren und die Rechnung automatisiert an die richtige Stelle weiterzuleiten. Für normale B2B-Rechnungen zwischen Unternehmen ist sie dagegen grundsätzlich nicht erforderlich.

Stand: 12. September 2026 Autor: Heiko Boos Auf Basis offizieller Quellen
Kurzantwort

Die Leitweg-ID ist eine eindeutige Kennung für öffentliche Rechnungsempfänger. Sie sorgt beispielsweise bei Rechnungen an die Bundesverwaltung dafür, dass eine elektronische Rechnung innerhalb einer zentralen Rechnungseingangsplattform der richtigen Behörde beziehungsweise Organisationseinheit zugeordnet und weitergeleitet werden kann. Der Auftraggeber teilt dem Rechnungssteller die zu verwendende Leitweg-ID normalerweise im Zusammenhang mit dem Auftrag mit.

Grundlagen

Was ist eine Leitweg-ID?

Die Leitweg-Identifikationsnummer – kurz Leitweg-ID – ist ein Adressierungsmerkmal für elektronische Rechnungen an öffentliche Auftraggeber.

Sie wurde so konzipiert, dass ein Rechnungsempfänger innerhalb der öffentlichen Verwaltung eindeutig identifiziert und eine eingehende E-Rechnung anschließend automatisiert an die zuständigen Rechnungsbearbeitungssysteme weitergeleitet werden kann.

1

Identifizieren

Die Leitweg-ID kennzeichnet den öffentlichen Rechnungsempfänger beziehungsweise einen definierten Adressierungsweg.

→

Weiterleiten

Rechnungseingangsplattformen können die Rechnung anhand der Kennung automatisiert an die zuständige Stelle weitergeben.

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Zuordnen

Die Kennung reduziert das Risiko, dass eine formal korrekte Rechnung beim falschen Empfänger oder einer falschen Organisationseinheit landet.

Wichtig: Eine Leitweg-ID ist keine Steuernummer, keine Umsatzsteuer-ID und auch keine Rechnungsnummer. Sie erfüllt einen eigenen Zweck: die elektronische Adressierung eines öffentlichen Rechnungsempfängers.
Pflicht oder nicht?

Wer braucht eine Leitweg-ID?

Hier muss zwischen Rechnungen an öffentliche Auftraggeber und normalen Rechnungen zwischen privatwirtschaftlichen Unternehmen unterschieden werden.

Situation Leitweg-ID? Hinweis
E-Rechnung an Bundesverwaltung Ja Für E-Rechnungen im Geltungsbereich der E-Rechnungsverordnung des Bundes ist die Leitweg-ID eine vorgesehene Pflichtangabe.
Unternehmen stellt Rechnung an Unternehmen Grundsätzlich nein Die B2B-E-Rechnungspflicht begründet keine allgemeine Leitweg-ID-Pflicht.
Selbstständiger stellt Rechnung an Unternehmen Grundsätzlich nein Auch Selbstständige benötigen für normalen B2B-Rechnungsaustausch keine eigene Leitweg-ID.
Rechnung an Landes- oder Kommunalverwaltung Vorgaben prüfen Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach den Regeln des jeweiligen Rechnungsempfängers und Bundeslandes.
Peppol-Rechnung Kann relevant sein Das Leitweg-ID-Schema kann bei öffentlichen Empfängern als Grundlage einer Peppol-Participant-ID dienen.
Für Unternehmen besonders wichtig: Du benötigst nicht deshalb eine eigene Leitweg-ID, weil seit 2025 die E-Rechnung im deutschen B2B-Bereich eingeführt wird. Die Leitweg-ID ist insbesondere ein Instrument zur Adressierung öffentlicher Rechnungsempfänger.
Technischer Aufbau

Wie ist eine Leitweg-ID aufgebaut?

Nach der aktuellen Formatspezifikation besteht die Leitweg-ID aus drei grundlegenden Komponenten:

Beispielhafter Aufbau

Grobadressierung 04011000
–
Feinadressierung 1234512345
–
Prüfziffer 06

Beispiel aus der offiziellen Leitweg-ID-Formatspezifikation. Die konkrete Leitweg-ID deines Auftraggebers kann deutlich anders aussehen.

Pflichtbestandteil

1. Grobadressierung

Die Grobadressierung enthält grundsätzlich Informationen zur verwaltungstechnischen beziehungsweise regionalen Zuordnung.

Sie ist zwischen 2 und 12 Stellen lang.

Optional

2. Feinadressierung

Sie kann genutzt werden, um innerhalb einer Organisation weitere Unterscheidungen vorzunehmen.

Die Feinadressierung darf bis zu 30 alphanumerische Zeichen enthalten.

Pflichtbestandteil

3. Prüfziffer

Am Ende steht eine zweistellige Prüfziffer. Sie ermöglicht eine automatisierte syntaktische Kontrolle der Leitweg-ID.

Die Berechnung erfolgt nach dem Verfahren Modulo 97-10.

Länge: Eine Leitweg-ID kann nach der Formatspezifikation insgesamt zwischen 5 und 46 Zeichen lang sein. Deshalb sehen Leitweg-IDs verschiedener Behörden nicht zwangsläufig gleich aus.
Adressierungslogik

Grobadressierung und Feinadressierung

Grobadressierung

Die Grobadressierung orientiert sich grundsätzlich an Strukturen wie Bund, Bundesland, Regierungsbezirk, Landkreis oder Gemeinde.

Das erste Element besteht aus zwei Ziffern. In der Formatspezifikation stehen beispielsweise:

  • 07 für Rheinland-Pfalz,
  • 08 für Baden-Württemberg,
  • 09 für Bayern und
  • 99 für den Bund.

Je nach Verwaltungsebene folgen weitere Bestandteile.

Feinadressierung

Die Feinadressierung ist optional und ermöglicht eine weitere organisationsinterne Differenzierung.

Sie kann beispielsweise zur Abbildung interner Strukturen oder Zuständigkeiten verwendet werden.

Die genaue Verwendung der Feinadressierung kann von Bund oder Ländern individuell festgelegt werden.

Bundesverwaltung

Was bedeuten 991, 992 und 993 am Anfang?

Bei der Bundesverwaltung begegnen Rechnungsstellern häufig Leitweg-IDs mit bestimmten Anfangsbereichen. Die Informationsseite des Bundes unterscheidet insbesondere:

991
Unmittelbare Bundesverwaltung

beziehungsweise Verfassungsorgane, die E-Rechnungen über die OZG-konforme Rechnungseingangsplattform empfangen.

992
Mittelbare Bundesverwaltung

Organisationen, die ebenfalls über die OZG-konforme Rechnungseingangsplattform angebunden sind.

993
Mittelbare Bundesverwaltung

Organisationen, die elektronische Rechnungen über eine eigene Lösung und nicht über die OZG-RE empfangen.

Nicht selbst herleiten: Auch wenn Teile einer Leitweg-ID einer erkennbaren Systematik folgen, solltest du die korrekte Kennung nicht selbst konstruieren oder erraten. Verwende immer die Leitweg-ID, die dir dein Auftraggeber für den konkreten Rechnungsfall mitteilt.
XRechnung

Wo steht die Leitweg-ID in einer XRechnung?

Im Standard XRechnung wird die Leitweg-ID als Käuferreferenz beziehungsweise Buyer Reference verwendet.

BT-10 Buyer Reference

Käuferreferenz

Für Rechnungen an die Bundesverwaltung wird die Leitweg-ID im Datenfeld BT-10 angegeben.

Das Feld dient damit nicht nur der Darstellung einer Nummer, sondern hat eine wichtige Funktion für die automatisierte Adressierung und Zuordnung der Rechnung.

Grundlagen zum aktuellen Rechnungsformat findest du in unserem Ratgeber XRechnung erklärt.

Aktueller technischer Stand: XRechnung 3.0 ist weiterhin die produktive Version. Das aktuelle technische Bundle ist XRechnung Bundle 3.0.2 Summer 2026 Bugfix mit Fassung vom 31. August 2026. Der Bugfix enthält keine normative Änderung des Standards.
Praxis

Wo bekomme ich die Leitweg-ID her?

Als Rechnungssteller musst du die Leitweg-ID normalerweise nicht selbst beantragen.

Auftrag prüfen

Kontrolliere zunächst Bestellung, Auftragsschreiben, Vergabeunterlagen oder Vertragsunterlagen. Dort kann die Leitweg-ID bereits angegeben sein.

Rechnungsinformationen prüfen

Manche Behörden stellen auf ihrer Website spezielle Informationen zur elektronischen Rechnungsstellung bereit und nennen dort ihre Leitweg-ID.

Auftraggeber kontaktieren

Ist die Leitweg-ID nicht eindeutig bekannt, frage direkt beim öffentlichen Auftraggeber nach.

Mit dem Auftrag abgleichen

Verwende genau die Leitweg-ID, die für den betreffenden Auftrag vorgesehen ist. Eine Behörde kann mehr als eine Leitweg-ID verwenden.

In der Rechnungssoftware eintragen

Bei einer XRechnung wird die Kennung im dafür vorgesehenen Feld für die Käuferreferenz – BT-10 – hinterlegt.

Rechnung vor Versand prüfen

Vor der Einreichung sollten Format, Pflichtfelder und weitere auftragsspezifische Angaben kontrolliert werden. Siehe dazu auch E-Rechnung prüfen.

Häufiges Missverständnis

Brauche ich als Unternehmen eine eigene Leitweg-ID?

In der Regel: nein. Rechnungssteller benötigen nicht deshalb eine eigene Leitweg-ID, weil sie Rechnungen an eine Behörde senden oder weil sie von der B2B-E-Rechnungspflicht betroffen sind.

Die Leitweg-ID auf einer Rechnung bezeichnet grundsätzlich den öffentlichen Rechnungsempfänger.

Wenn dein Unternehmen beispielsweise einem Bundesministerium eine Rechnung stellt, erhältst du die zu verwendende Leitweg-ID vom Auftraggeber. Dein eigenes Unternehmen muss dafür nicht selbst über eine Leitweg-ID verfügen.

Das ist wichtig, weil die seit 2025 geltenden Regeln zur E-Rechnung-Pflicht häufig mit den älteren B2G-Regelungen verwechselt werden.

Peppol

Leitweg-ID und Peppol-ID: Was ist der Unterschied?

Leitweg-ID und Peppol-Participant-ID sind nicht pauschal identisch. Sie erfüllen unterschiedliche Funktionen, können im deutschen Verwaltungsumfeld aber miteinander verknüpft sein.

Leitweg-ID

Dient der Adressierung und Weiterleitung einer E-Rechnung an einen öffentlichen Rechnungsempfänger.

In XRechnung wird sie insbesondere im Feld BT-10 verwendet.

↔

Peppol-Participant-ID

Identifiziert einen Teilnehmer innerhalb des Peppol-Netzwerks und wird für die technische Adressierung im Netzwerk genutzt.

Das Schema der Leitweg-ID ist bei Peppol mit dem ICD 0204 registriert.

Beispiel Bundesverwaltung: Bei entsprechenden Einrichtungen kann eine Peppol-Participant-ID nach dem Muster 0204:Leitweg-ID verwendet werden. Bei anderen öffentlichen Empfängern können Peppol-ID und Leitweg-ID dagegen voneinander abweichen.

Den gesamten technischen Ablauf erklären wir ausführlich auf E-Rechnung über Peppol.

Rechtsgrundlage Bund

Was verlangt die E-Rechnungsverordnung des Bundes?

Für elektronische Rechnungen im Geltungsbereich der E-Rechnungsverordnung des Bundes – ERechV nennt § 5 neben den umsatzsteuerrechtlichen Rechnungsbestandteilen weitere Angaben.

Mindestens anzugeben

  • Leitweg-Identifikationsnummer
  • Bankverbindungsdaten
  • Zahlungsbedingungen
  • De-Mail- oder E-Mail-Adresse des Rechnungsstellers

Zusätzlich, sofern übermittelt

  • Lieferantennummer
  • Bestellnummer

Diese zusätzlichen Angaben sind nach § 5 Absatz 2 ERechV relevant, wenn sie dem Rechnungssteller bereits bei Beauftragung mitgeteilt wurden.

Weitere Rechnungsangaben erklären wir unter Pflichtangaben einer E-Rechnung.

Begriffe unterscheiden

Leitweg-ID, USt-ID, Steuernummer und Rechnungsnummer

Kennung Zweck Typischer Bezug
Leitweg-ID Adressierung eines öffentlichen Rechnungsempfängers B2G / öffentliche Verwaltung
Umsatzsteuer-ID Umsatzsteuerliche Identifizierung eines Unternehmens Steuerrecht / Unternehmen
Steuernummer Steuerliche Zuordnung durch die Finanzverwaltung Steuerrecht
Rechnungsnummer Eindeutige Identifikation der konkreten Rechnung Einzelne Rechnung
Peppol-Participant-ID Technische Identifikation eines Teilnehmers im Peppol-Netzwerk Peppol-Transport
Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Leitweg-ID

1. Falsche Leitweg-ID verwenden Eine Behörde kann mehrere Kennungen haben. Entscheidend ist die für den konkreten Auftrag mitgeteilte Leitweg-ID.
2. Bindestriche falsch setzen Die Position der Trennzeichen gehört zum festgelegten Format.
3. Leerzeichen übernehmen Vorangestellte oder nachgestellte Leerzeichen können zu Validierungs- oder Plattformfehlern führen.
4. Prüfziffer verändern Die zweistellige Prüfziffer ist Bestandteil der Kennung und darf nicht manuell angepasst werden.
5. Leitweg-ID selbst erraten Die systematische Struktur bedeutet nicht, dass Rechnungssteller die ID selbst konstruieren sollten.
6. Leitweg-ID mit USt-ID verwechseln Beide Identifikatoren erfüllen völlig unterschiedliche Aufgaben.
7. Peppol-ID gleichsetzen Leitweg-ID und Peppol-Participant-ID können zusammenhängen, müssen aber nicht identisch sein.
8. Nur die Leitweg-ID prüfen Eine korrekte Leitweg-ID ersetzt nicht die Prüfung der übrigen Pflichtfelder und Rechnungsdaten.
Fehlermeldung „Leitweg-ID ist nicht valide“? Prüfe zuerst Tippfehler, Leerzeichen und Bindestriche. Ist die Eingabe exakt wie vom Auftraggeber angegeben und wird trotzdem abgelehnt, sollte der öffentliche Auftraggeber kontaktiert werden.
Schnellcheck

Leitweg-ID richtig verwenden

Vor dem Versand deiner Rechnung

Auftraggeber prüfen

Handelt es sich überhaupt um einen öffentlichen Rechnungsempfänger?

Kennung übernehmen

Nutze ausschließlich die vom Auftraggeber mitgeteilte Leitweg-ID.

BT-10 befüllen

Bei XRechnung gehört die Leitweg-ID in die Käuferreferenz.

Bestellnummer prüfen

Zusätzliche Auftrags- und Bestellreferenzen nicht vergessen.

Übertragungsweg klären

Portal, Upload, E-Mail oder Peppol können unterschiedliche Vorgaben haben.

Vor Versand validieren

Datei und Pflichtfelder mit geeigneten Werkzeugen kontrollieren.

FAQ

Häufige Fragen zur Leitweg-ID

Was ist eine Leitweg-ID?

Die Leitweg-ID ist eine eindeutige Kennung zur Adressierung öffentlicher Rechnungsempfänger. Sie ermöglicht insbesondere, E-Rechnungen über Rechnungseingangsplattformen der richtigen Behörde beziehungsweise Organisationseinheit zuzuordnen.

Wer benötigt eine Leitweg-ID?

Eine Leitweg-ID wird insbesondere zur Adressierung öffentlicher Rechnungsempfänger verwendet. Rechnungssteller benötigen für den normalen B2B-Rechnungsaustausch keine eigene Leitweg-ID.

Brauche ich als Unternehmen eine eigene Leitweg-ID?

Nein, grundsätzlich nicht. Die Einführung der B2B-E-Rechnungspflicht führt nicht dazu, dass jedes Unternehmen eine eigene Leitweg-ID benötigt. Bei Rechnungen an öffentliche Auftraggeber verwendet der Rechnungssteller die vom Empfänger mitgeteilte Leitweg-ID.

Wo bekomme ich die Leitweg-ID meines Auftraggebers?

Die Leitweg-ID wird normalerweise vom öffentlichen Auftraggeber im Zusammenhang mit der Bestellung, Auftragsvergabe oder den Rechnungsinformationen mitgeteilt. Ist sie nicht bekannt, sollte direkt beim Auftraggeber nachgefragt werden.

Wo wird die Leitweg-ID in der XRechnung eingetragen?

Im Standard XRechnung wird die Leitweg-ID im Feld BT-10 „Buyer Reference“ beziehungsweise „Käuferreferenz“ verwendet.

Wie ist eine Leitweg-ID aufgebaut?

Sie besteht aus Grobadressierung, optionaler Feinadressierung und einer zweistelligen Prüfziffer. Die einzelnen Bereiche werden durch Bindestriche getrennt.

Wie lang ist eine Leitweg-ID?

Nach der offiziellen Formatspezifikation kann eine Leitweg-ID insgesamt zwischen 5 und 46 Zeichen lang sein. Die konkrete Länge hängt unter anderem davon ab, ob eine Feinadressierung verwendet wird.

Ist die Leitweg-ID dasselbe wie die Umsatzsteuer-ID?

Nein. Die Umsatzsteuer-ID dient der steuerlichen Identifikation eines Unternehmens. Die Leitweg-ID dient insbesondere der elektronischen Adressierung eines öffentlichen Rechnungsempfängers.

Ist die Leitweg-ID dasselbe wie die Peppol-ID?

Nein, nicht grundsätzlich. Die Leitweg-ID kann im Peppol-Kontext als Identifikationsschema verwendet werden. Bei bestimmten öffentlichen Empfängern kann die Peppol-Participant-ID aus dem Präfix 0204 und der Leitweg-ID gebildet werden. Beide Kennungen müssen aber nicht in jedem Fall identisch sein.

Was bedeutet das Präfix 0204 bei Peppol?

Das Adressschema der deutschen Leitweg-ID ist im internationalen Identifikationssystem ISO/IEC 6523 mit dem ICD-Wert 0204 registriert. Deshalb kann eine Peppol-Participant-ID beispielsweise in der Form 0204:Leitweg-ID auftreten.

Was mache ich bei der Fehlermeldung „Leitweg-ID nicht valide“?

Zunächst sollten Tippfehler, Leerzeichen und die Position der Bindestriche geprüft werden. Ist die Kennung exakt wie vom Auftraggeber mitgeteilt eingegeben und wird weiterhin abgelehnt, sollte der Auftraggeber kontaktiert werden.

Kann eine Behörde mehrere Leitweg-IDs haben?

Ja. Öffentliche Auftraggeber können mehrere Leitweg-IDs verwenden. Deshalb sollte für eine Rechnung immer die Kennung verwendet werden, die für den konkreten Auftrag beziehungsweise Rechnungsweg mitgeteilt wurde.

Heiko Boos – Autor bei E-Rechnungsratgeber.de

Über den Autor

Heiko Boos beschäftigt sich auf E-Rechnungsratgeber.de mit den rechtlichen, technischen und praktischen Anforderungen der elektronischen Rechnungsstellung in Deutschland.

Die Inhalte werden anhand aktueller Gesetze, Verwaltungsinformationen und technischer Primärquellen recherchiert und regelmäßig aktualisiert.
Primärquellen

Quellen und weiterführende Informationen

Für diesen Ratgeber wurden insbesondere offizielle Rechts-, Verwaltungs- und Standardisierungsquellen verwendet.

  1. E-Rechnung in der Bundesverwaltung: FAQ zur Leitweg-ID
  2. E-Rechnung in der Bundesverwaltung: Wann ist eine Leitweg-ID zu verwenden?
  3. E-Rechnung in der Bundesverwaltung: Aufbau der Leitweg-ID
  4. Gesetze im Internet: § 5 E-Rechnungsverordnung des Bundes
  5. XStandards Einkauf / KoSIT: Leitweg-ID Formatspezifikation und XRechnung-Dokumente
  6. XStandards Einkauf / KoSIT: Versionen und Bundles der XRechnung
  7. XStandards Einkauf / KoSIT: Standard XRechnung

Letzte fachliche Aktualisierung: 12. September 2026.